Theorie

Der Interpersonale Ansatz geht davon aus, dass Informationen, die wir Menschen zum Überleben brauchen, über Beziehung transportiert werden. Die meisten Informationen werden uns in der Regel über die enge Beziehung zu unseren Eltern vermittelt. Neben existentiellen Dingen wie Schutz, Wärme, Nahrung und Liebe gibt es auch Informationen aus den Bereichen Sprache, Bewegung, Mimik, Haltung, Spiel, Arbeit, Werte und vieles mehr. Die unzähligen Informationen lassen sich in vier Bereiche einteilen:

Wissen:
Alle Informationen, die wir kognitiv erfassen und verwenden; z.B. Themen, Interessengebiete, Bildung

Können:
Alle Informationen, die wir motorisch erfassen und verwenden; z.B. Tätigkeit, Handwerk, Sport, Musik, Technik

Soziale Kompetenz:
Alle Informationen, die wir durch soziale Interaktion erfassen und in sozialer Interaktion verwenden; z.B. Kontakte, Beziehung, Partnerschaft, Freunde, Erziehung

Kontakt zum Selbst:
Alle Informationen, die wir im Kontakt zu uns selbst erfassen und für den Kontakt zu uns selbst verwenden; z.B. Wünsche, Gefühle, Emotionen, Körper, Sexualität


Wenn die Beziehung zu uns bzw. zu anderen gestört wird, kann dadurch auch der Informationsfluss beeinträchtigt werden. Ein funktionierender Kontakt zu unserem Selbst sowie intakte Beziehungen in unserem engeren und weiteren Umfeld sind Voraussetzung für den Austausch von Informationen und somit Voraussetzung für Entwicklung und Selbstverwirklichung.